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"Nur wo du zu Fuß warst, bist du auch wirklich gewesen! " (Johann Wolfgang von Goethe)

 

Mein Reisetagebuch 

Über mein Reisetagebuch möchte ich euch regelmäßig auf dem Laufenden halten und von meinen Erfahrungen mit Land und Leuten berichten. Inwiefern mir dies auch tatsächlich gelingt, hängt natürlich letztlich nicht allein von mir ab, da ich zumindest auf eine funktionierende Internetverbindung angewiesen bin. Ich bin aber recht zuversichtig, dass sich von Zeit zu Zeit eine Gelegenheit ergibt ein paar kurze Berichte einzustellen. Viel Spaß beim lesen!  

Neuigkeiten


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08.03.2015

Kleiner Beitrag, großes Herz!

Seit zwei Wochen betreue ich nun bereits die Kinder auf den Kaffeeplantagen. Die Arbeit hier macht großen Spaß und ich freue mich, dass mir nach so kurzer Zeit bereits so viel Vertrauen entgegengebracht wird. Doch die Arbeit mit Kindern ist mehr als nur Spaß und Spiele. Das habe ich schnell gelernt. Zumindest wenn man einen gewissen eigenen Anspruch mitbringt. Ich bin mir natürlich im Klaren darüber, dass ich in den wenigen Wochen meines Aufenthaltes keine nachhaltigen Lernerfolge erziele. Aber ich habe zumindest das Ziel, einige neue Ansätze und Ideen mit einzubringen und den Kindern neue Möglichkeiten zu schaffen. Kinder sinnvoll zu beschäftigen ist eine Kunst und bedarf einer ausgeprägten Kreativität und Flexibilität. Wie gut, dass ich Menschen kenne, die diese Fähigkeit besitzen und mir bereits mit guten Ideen ausgeholfen haben. Ohne einen Plan und die notwendigen Materialien im Gepäck vor die Kinder zu treten, ist mir nämlich nicht nur unangenehm, sondern bedeutet letztlich auch mehr Arbeit für mich vor Ort. Aus diesem Grund nutze ich die Vormittage zur Vorbereitung dessen, was ich am Nachmittag umsetzen möchte.

Persönlich hat mich diese Arbeit in kurzer Zeit enorm bereichert und ich habe viel gelernt. Zum Beispiel, dass bestimmte Bastelmaterialien nach Möglichkeit nicht miteinander kombiniert werden sollten, da sie unerwünschte Nebeneffekte hervorrufen. Reis und Strohalme beispielsweise lassen sich hervorragend umfunktionieren. Keine zwei Minuten, nachdem ich meine Erläuterungen beendet hatte, hat das erste Kind ein Reiskorn im Gesicht. Und Wachsmalstifte passen noch viel besser durch die Öffnung. Auch Fingerfarben verteilen sich viel schneller im ganzen Raum, wenn man zuvor Luftballons ausgehändigt hat, die einen neuen Anstrich erhalten und anschließend durch den Raum fliegen. Wertvolle Erkenntnisse, von denen ich zukünftig sicher noch profitieren werde.

Die Kinder schätzen die Aufmerksamkeit und Zuneigung, die ich ihnen täglich zukommen lasse. Das erfahre ich durch nette Gesten, wie bunte Bilder mit meinem Namen darauf oder die Auseinandersetzung darüber, wer als nächstes meine Hand festhalten darf. Doch ich erkenne auch, woran es vor Ort am meisten fehlt. Es ist (wie fast überall) das Geld - für Material und Ausstattung. Zwar konnte ich inzwischen einen kleinen Bestand an Bastelutensilien und Spielsachen anhäufen. Doch wer selbst Kinder hat, kennt die Haltbarkeitsdauer von Klebestiften, Fingerfarben oder Knete in Kinderhänden. Manche Materialien und Spielzeuge waren zudem völlig neu für die Kinder. So hatten einige noch nie zuvor Seifenblasen gesehen oder einen Luftballon in der Hand. Aus diesem Grund möchte ich mehr zurücklassen als nur ein paar schöne Stunden und Erinnerungen.

In der Vergangenheit hab ich mich mit vielen Menschen in meinem Umfeld über Möglichkeiten unterhalten, einen Beitrag zu leisten. Zum Beispiel mit einer Kinderpatenschaft über eine der vielen Hilfsorganisationen, für die ich an dieser Stelle noch einmal kräftig werben möchte (s. meinen Bericht „Hoher Besuch“). Das mangelnde Vertrauen gegenüber den Organisationen und Bedenken, ob die Hilfe auch tatsächlich vor Ort ankommt, waren für mich dabei aber immer nachvollziehbare Argumente.
Wer nun dennoch daran interessiert ist einen Beitrag zu leisten, hat ab sofort die Möglichkeit dazu! In der Zeit vom 09. bis 18. März 2015 freue ich mich über Spendenzusagen in meinem Gästebuch, die ich vor Ort in dringend benötigtes Material, Ausstattung und Spielzeug investieren kann. Wer möchte, kann seinen Spendenbeitrag auch mit einem konkreten Verwendungszweck versehen. Sofern sich dieser vor Ort umsetzen lässt, bin ich gerne bereit diesem Wunsch bestmöglich nachzukommen. Leider richtet sich dieser Aufruf nur an Menschen die ich persönlich kenne, da ich mich nach meiner Rückkehr natürlich auf die Spendenzusage verlassen können muss. Ich denke ich muss nicht erwähnen, dass ich keine Spendenquittungen ausstellen kann, tue es hiermit aber trotzdem - Ich kenn ja meine Spaßvögel.

Bitte seid euch bewusst darüber, dass man hier in Panama schon mit kleinen Geldbeträgen eine Menge bewirken kann. Ich freue mich über eure Rückmeldungen und jede Spende, egal in welcher Höhe! Bei Fragen stehe ich natürlich gerne über die bekannten Kontaktdaten zur Verfügung. Der Gesamtbetrag und wie das Geld investiert wurde, wird anschließend von mir bekannt gegeben.

Ich wünsche allen einen guten Start in die Woche!



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